Sehschule – Orthoptik in Bremerhaven

In unserer Sehschule am Augenkompetenzzentrum Bremerhaven bieten wir spezialisierte Diagnostik und Therapie bei Störungen des beidäugigen Sehens – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Unser Orthoptist untersucht und behandelt unter anderem Schielerkrankungen (Strabismus), Schwachsichtigkeit (Amblyopie), Augenbewegungsstörungen sowie Beschwerden beim Lesen, Arbeiten oder bei Doppeltsehen. Auch die Anpassung von Brillen für Kinder gehört zu unserem täglichen Aufgabenfeld.

Ziel ist es, das Zusammenspiel der Augen zu verbessern und langfristig eine stabile Sehfunktion zu erreichen.
In enger Zusammenarbeit mit unseren Augenärztinnen und Augenärzten erstellen wir individuelle Behandlungspläne und begleiten unsere Patientinnen und Patienten während des gesamten Therapieverlaufs.

Ein früher Besuch in der Sehschule kann entscheidend sein – insbesondere bei Kindern, um Sehschwächen rechtzeitig zu erkennen und erfolgreich zu behandeln.

Sehschule - Orthoptik in Bremerhaven

Vorsorge Kurzsichtigkeit (Myopieprävention)

Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Die Kurzsichtigkeit (Myopie) nimmt weltweit stark zu. Besonders im Kindes- und Jugendalter kann sich die Augenlänge schnell verändern – oft unbemerkt. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto wirkungsvoller kann man ein Fortschreiten bremsen.

Unsere speziell entwickelte Myopie-Vorsorge kombiniert präzise Diagnostik mit individueller Beratung und basiert auf den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen.

Warum ist Myopie-Vorsorge wichtig?

Eine zunehmende Kurzsichtigkeit entsteht meist durch ein Längenwachstum des Auges. Je länger das Auge wird, desto stärker steigt das Risiko für spätere Augenerkrankungen. Nicht nur die Dioptrienzahl zählt – besonders die Achsenlänge des Auges entscheidet über das Erkrankungsrisiko.

Mögliche Langzeitrisiken bei hoher Myopie

  • Netzhautdegenerationen und -risse
  • Netzhautablösung
  • Grüner Star
  • Frühzeitige Sehverschlechterung
  • Einschränkungen der Sehkraft im Erwachsenenalter

Eine frühzeitige Diagnostik hilft, diese Risiken langfristig zu reduzieren.

Risikofaktoren für eine Myopie-Entwicklung

Kinder haben ein deutlich erhöhtes Risiko, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen:

Familiäre Veranlagung

a) Ein kurzsichtiger Elternteil: Risiko verdoppelt
b) Zwei kurzsichtige Elternteile: Risiko bis zu 6-fach erhöht

Zu wenig natürliches Tageslicht:

Weniger als 1-2 Stunden Outdoor-Zeit pro Tag erhöhen nachweislich das Myopie-Risiko.

Viel Naharbeit:

  • langes Lesen
  • viel Bildschirmzeit
  • frühes Smartphone- oder Tablet-Nutzung
  • geringe Arbeitsabstände (< 30 cm)

Wachstumsphasen

Starke Zunahme der Achsenlänge des Auges oft zwischen 7 und 14 Jahren.
Hohe Start-Kurzsichtigke
Je früher die Kurzsichtigkeit beginnt, desto bildet sie sich aus.

Was beinhaltet die Myopie-Vorsorge?

Skiaskopie / objektive Refraktionsmessung

Präzise Messung der aktuellen Brechkraft des Auges, wichtig zur Einordnung der Kurzsichtigkeit.
Augenachsenlängenmessung (optische Biometrie)

Die Augenachsenlänge ist der wichtigste Parameter zur Beurteilung des Myopiefortschritts. Schon kleine Veränderungen zeigen früh, ob ein Risiko besteht.

Augenhintergrunduntersuchung

Bei dieser Untersuchung betrachtet der Arzt den Augenhintergrund mithilfe eines Ophthalmoskops, um nach Anzeichen von Komplikationen des Grauen Stars wie einem Glaukom (Grüner Star) oder einer Schädigung der Netzhaut zu suchen.

Beratung & individuelle Risikoanalyse

Wir besprechen gemeinsam:

  • familiäre Risiken
  • Naharbeitsverhalten
  • Zeit im Freien
  • mögliche Maßnahmen

Sie erhalten konkrete Empfehlungen, wie sich das Fortschreiten bremsen lässt-wissenschaftlich fundiert und
individuell.

Eine schriftliche Empfehlung oder ein Verlaufsplan ist inklusive.

Ablauf & Kosten

  • Dauer: 30-60 Minuten
  • Kosten: ca. 120 € pro Termin (Privatleistung gemäß GOÄ)

Für wen ist die Myopie-Vorsorge sinnvoll?

  • Kinder ab ca. 5 Jahren
  • Schulanfänger
  • Jugendliche mit zunehmender Kurzsichtigkeit
  • Kinder mit viel Bildschirmzeit
  • Kinder mit kurzsichtigen Eltern
  • junge Erwachsene mit intensiver Naharbeit